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Zahnrad-Tragbild-Analyse

Tausende von Umdrehungen im Dauerbetrieb - ein Getriebe ist großen Belastungen ausge-
setzt. Exakt gefertigte Zahnräder mit gleichmäßigem Übertragungsverhalten und idealem Tragbild sind leiser und haben eine längere Lebensdauer.

Um das Tragbild (d. h. die Bereiche, an welchen sich die Zahnrad-Flächen berühren) zu überprüfen, wurden Zahnräder bisher mit Tuschierpaste bestrichen und die zu prüfenden Teile auf dem Prüfstand getestet. Der lokal unterschiedliche Abrieb der Tuschierpaste ergibt die Tragbilder. Die Zuverlässigkeit dieses Verfahrens ist jedoch von der Erfahrung des Prüfers abhängig und lässt sich nur bedingt automatisieren (reflektierende Ober-flächen).

Mit der Messung der Reibungswärme kann die Präzision der Zahnflanken jetzt berührungs-
los überprüft werden. Bei der Kraftübertragung zwischen den Zahnflanken entsteht nämlich je nach Druckverteilung eine unterschiedliche Reibungswärme. Durch Aufnahme eines Wärmebildes unmittelbar nach der Zahnberührung kann das Tragbild ermittelt werden, separat für jedes Flankenpaar.

Die besondere Herausforderung an das Wärmebildsystem: Wegen der hohen Rotationsge-
schwindigkeit wird eine extrem schnelle Zeilenkamera benötigt. Das Verfahren stellt höchste Anforderungen an die IR-Aufnahme und rechnerische Auswertung der Mess-
daten.
 
 

Die Vorteile der thermosensorischen Tragbildanalyse:
  •    Bestimmung der lokalen Belastung aus dem Wärmebild
  •    100%-Kontrolle der Zahnradpaarung
  •    Unmittelbare Analyse einzelner Zahnflanken
  •    Verschleißoptimierung und Geräuschreduktion
  •    Geeignet für die Getriebeentwicklung und Getriebe-
       überwachung während des Betriebs